Investieren Sie mit Sicherheitspuffer
Mit Bonus-Zertifikaten können Sie attraktive Bonus-Renditen erzielen, sogar in Seitwärtsmärkten oder moderat fallenden Kursen des Basiswerts. Dabei profitieren Sie gleichzeitig vollständig von den Gewinnchancen des zugrundeliegenden Basiswerts !
Wie funktionieren Bonuszertifikate?
Bonuszertifikate verfügen über zwei Schwellen: Eine Kursschwelle und eine Bonusschwelle. Die Kursschwelle (oder Barriere) liegt bei Emission des Bonuszertifikats unter dem aktuellen Kurs des Basiswertes (Aktie oder Index). Die Bonusschwelle hingegen liegt darüber. Der Abstand vom aktuellen Börsenkurs zur Kursschwelle (Barriere) und zur Bonusschwelle entscheidet über Chancen und Risiken des Bonuszertifikats. Je nach Anlegertyp weichen die Abstände zum Barriere-Level deutlich ab.
Nun gibt es zwei Szenarien:
1) Der Kurs des Basiswerts hat während der Laufzeit die Barriere nie berührt oder unterschritten.
2) Der Kurs des Basiswerts hat während der Laufzeit mindestens einmal die Barriere berührt oder unterschritten.
Im Fall 1 wird am Laufzeitende mindestens das Bonus-Level ausbezahlt. Der Clou dabei: Steigt der Basiswert über das Bonus-Level hinaus, partizipieren Sie als Anleger 1 zu 1 mit.
Im Fall 2 (Barriere wurde mindestens einmal berührt oder unterschritten) erhalten Sie entweder einen Barausgleich oder den Basiswert selber geliefert. Dies kann von Emittent zu Emittent abweichen und sollte im Vorhinein abgeklärt sein.
Wie Sie nun sehen können, bieten Bonuszertifikate gegenüber dem Basiswert deutliche Vorteile. Mit Bonuszertifikaten haben Sie die Chance auf eine attraktive Bonus-Rendite, wenn der Basiswert während der Laufzeit nie die Barriere berührt oder unterschreitet. Somit sind auch Renditen in Seitwärtsmärkten bzw. leicht fallenden Kursen des Basiswertes möglich. Je nach Marktlage sollte das Barriere-Level entsprechend weit oder nah gewählt werden.
Strukturierung von Bonus-Zertifikaten
Bonuszertifikate bestehen aus zwei Komponenten:
1) Zero Strike Call
2) Down and Out Put
zu 1) Ein Zero-strike Call (oder Zero-Call) ist eine Call-Option auf einen Basiswert mit
Basispreis 0. Im Gegensatz zum Investment in eine Aktie erhält der Investor keine Dividende.
Zu 2) Bei einem Down-and-Out-Put handelt es sich um gewöhnliche Put-Option, die jedoch verfällt, wenn eine gewisse, vorgelegte Barriere berührt oder unterschritten wird.
Beispiel: Ein Down-and-Out-Put mit Startwert S0 = 100, Strike K = 120, einer Laufzeit von T = 2 Jahren und Knock-out-Level B = 90 besitzt folgendes Auszahlungsprofil:
· Fällt der Kurs St irgendwann im Laufe unter die Marke von 90, so wird, unabhängig vom Schlusswert, nichts ausgezahlt.
· Liegt der Schlusswert S2 über dem Strike von 120, so verfällt die Option ebenfalls (unabhängig davon, ob zwischendurch die Barriere erreicht wurde).
· Nur wenn der Schlusskurs unterhalb des Strikes liegt (die Marke von 90 jedoch nie erreicht wurde, wird die Differenz von Schlusskurs und Strike ausgezahlt.
Arten von Bonuszertifikaten
Neben den klassischen Bonuszertifikaten existieren eine ganze Reihe an Abwandlungen:
- Capped Bonus-Zertifikate (oder Bonus Step Up Zertifikate)
- Reverse Bonus Zertifikate mit CAP
- Bonus Outperformance Zertifikate
- Rolling Bonus Zertifikate
Wie finanziert der Emittent diese Struktur?
Ganz einfach: Dies Bonus-Struktur wird finanziert, in dem die Dividenden des Basiswertes einbehalten werden. Die Dividenden werden bei Emission vom Emittenten über die Laufzeit des Bonus-Zertifikats geschätzt. Je nachdem wie die tatsächliche Dividende dann ausfällt, kann dies Auswirkungen auf den Kurs des Bonuszertifikats haben. Dazu kommen wir jedoch später im Kapital: Strukturierung von Bonuszertifikaten...

Wie Sie sehen können, haben die Umsätze von Bonuszertifikaten an den deutschen Börsen massiv zugelegt. Damit sind Bonus-Zertifikate das meist gehandelte Anlagezertifikat in Deutschland (Stand: Juli 2007) und dies wird voraussichtlich in den nächsten Monaten auch weiterhin so bleiben.